Der (einzige :-) Finisher berichtet

Transcimbrica 2018 V3

Wieder habe ich mich dazu entschlossen, diese außergewöhnliche Strecke durch Dänemark mit dem Rad zu fahren.

1350 Kilometer sind es ab Hamburg nach Skagen und wieder zurück. Das ganze im Bikepacking- Modus. Das bedeutet, alles unterwegs Nötige habe ich dabei bzw. besorge ich mir direkt an der Strecke.

Zunächst ist es ganz einfach. Man meldet sich bequem von der warmen Stube aus auf der Website an, nennt fix ein paar Gründe, warum man wieder dabei sein möchte, und schon ist man registriert.

Dann versucht man sich vorzubereiten. Negative Gedanken über mögliches, schlechtes Wetter zu dieser Jahreszeit im März im Norden Dänemarks werden mehr oder weniger erfolgreich versucht zu verdrängen. Wird schon werden! Ging ja im letzten Jahr auch gut…

Trainiert habe ich im eigentlichen Sinne nicht speziell für die Transcimbrica.  Ich bin einfach nur viel Rad gefahren. Zur Arbeit und am Wochenende auch mal eine Tour.  Das mit dem Training wollte ich ursprünglich anders machen und mich besser und gezielt vorbereiten. Gerade was die Kraft betrifft, wollte ich übers Jahr speziell dafür etwas tun.

Bis zum Start waren es jetzt noch 2 Wochen. Das Wetter spielte verrückt. Der Norden verschwand unter teils meterhohen Schneewehen, ausgelöst durch den Lake Effekt. Für mich war es zu diesem Zeitpunkt völlig unklar, ob ein Start unter diesen Bedingungen überhaupt möglich war. Und wenn ja, wie weit wir dann kommen würden. Bis zuletzt offen war aus diesem Grund für mich die Reifenfrage. Schnell wurde noch ein Satz Schwalbe G-One in 35mm bestellt für den Fall, dass mit viel Schnee zu rechnen ist. Hab ich dann letztlich doch nicht montiert, und stattdessen die 28mm Marathons draufgelassen. Die sind äußerst widerstandsfähig, haben etwas Profil und rollen dabei noch sehr gut….

Ob das eine gute Entscheidung war- in ein paar Tagen würde ich schlauer sein.

Freitag, Anreise zum Start nach Hamburg

Meine persönliche Packliste beruht auf der Erfahrung vom letzten Jahr. Möglichst wenig unnötigen Kram will ich mitschleppen. 2 Paar Ersatzsocken und 4 Paar Handschuhe, Regenjacke, -hose, Daunenjacke, lange Unterhose und die Sachen die ich zum Fahren an habe. Dazu noch Schlafsack und Isomatte, Elektrozeugs, Apotheke, Lampe… Die Unterhose und ein Paar Socken waren am Ende das einzige, was ich nicht gebraucht habe!

Gegen 19 Uhr fährt der Zug von Berlin nach Hamburg, wo ich kurze Zeit später auch pünktlich ankomme.

Bin gleich zum Startpunkt gefahren, zum Cafe Timeless im Stadtteil Blankenese. Unterwegs in Hamburg und auch schon im Zug werde ich 2x angesprochen von anderen Radbegeisterten. Das Rad mit seinen Bikepacking Taschen fällt auf und ich werde nach meinem Vorhaben gefragt. Sehr symphatischer Empfang hier in Hamburg!

Am Timeless, dem Startpunkt, dann einige bekannte Gesichter vom letzten Jahr. Ich freue mich, all die Teilnehmer zu sehen und begrüßen zu können. Vor einem Jahr war ich doch deutlich aufgeregter, hatte ja bis dato keine Erfahrungen mit solchen Distanzen und Dänemark war mir aus der Fahrradsicht auch noch völlig unbekannt. Jetzt bin ich deutlich entspannter und geniesse die Stimmung unter Gleichgesinnten am Start.

Interessant ist dabei auch immer ein Blick auf die anderen Räder und die gewählte Ausrüstung! Es gibt kaum identische Setups, jeder hat praktisch seine eigene Strategie was Reifen, Taschen und Umfang der Ausrüstung angeht.

Nachdem Thees Sohn noch ein paar Fotos und Videointerviews für einen kleinen Film über die Transcimbrica gemacht hat, werden noch die Starter Sets und selbst gemachte Kraftkugeln an jeden Fahrer verteilt. Danke Marcus, die waren echt gut!

Vielen Dank an dieser Stelle auch noch mal an Stefan und Thees für die wirklich liebevolle Organisation und die Ausarbeitung dieser tollen Veranstaltung! Es war mir auch in diesem Jahr wieder ein Vergnügen, dabei sein zu dürfen!

Der erste Tag

Um Null Uhr geht es pünktlich auf die Strecke und damit in die Nacht. Es ist wirklich sehr angenehm, um diese Zeit eine größere Stadt zu verlassen. Wir haben genug Platz auf den Straßen, um uns gerade am Anfang der Tour noch unterhalten zu können. Entspannt rollen wir aus Hamburg Richtung Oldenbüttel, wo uns bei Kilometer 92 der freundliche Fährmann schnell über den Nord- Ostsee- Kanal bringt.

Auf dem Weg dorthin gibt es allerdings schon die ersten, ungeplanten Zwischenfälle. Ralf erwischt es schon vor Kilometer 20 heftig. Auf der Straße liegt eine grob zerschlagene Flasche, die seinen Schlauch und seinen Mantel zerstört. Für ihn leider das Ende der Tour :(.

Kurz darauf folgt ein ziemlich übles, von schwerem Gerät zerfurchtes Stück Waldweg. Das wiederum war Minuten später die Ursache plötzlich ausbrechenden Geschreis neben mir. Mikkel flucht und tobt unverhofft, und ich weiß erst gar nicht, was los ist. Er hat sein Navi verloren! So ein Sch…..! Zurück- will er nicht. Am Ende erfahre ich, daß Harald ihm sein Ersatz- Navi geliehen hat. Super! Ohne Navi wäre die Tour mit all ihren Nebenwegen praktisch nicht fahrbar gewesen für ihn.

Ein weiterer Fahrer flickt kurze Zeit später am Straßenrand seinen Reifen…

Die meisten Kilometer (120) fahre ich am ersten Tag zusammen mit Torben aus Hamburg. Toller Typ, mit dem es sich angenehm fahren lässt. Nach der Fähre zieht er mir davon, ist zu schnell. Den Rest der Strecke werde ich nun alleine unterwegs sein. Das ist kein Problem und sogar von mir eher gewünscht. Denn nur so kann ich mich auf meinen eigenen Rhytmus konzentrieren und so von Beginn an möglichen Problemen vorbeugen.

Die Wettervorhersage für die Strecke ist in den letzten Tagen und Stunden vor dem Start wohl für die meisten Teilnehmer von größtem Interesse. Es ging hin und her. Am Ende war ich dann doch recht zuversichtlich, die gesamte Distanz schaffen zu können.

Der Regen wird uns jedoch definitiv von Osten kommend einholen, das war klar.  Und es würde kalt bleiben. Für diese Kombination habe ich mir extra noch kurz vorher eine ordentliche Regenjacke von Gore „gegönnt“. Im Nachhinein betrachtet, mit die beste Entscheidung, die ich im Vorfeld treffen konnte!

Wegen der schlechten Vorhersage für die ersten beiden Tage will ich möglichst wenig Zeit verlieren und so viel Strecke wie möglich zu Beginn nach Norden machen.

In Flensburg -wie im letzten Jahr schon- gibt es Frühstück beim Bäcker Meesenburg. Knapp 180km in 8h- so kann es bitte weiter gehen, denke ich. Es läuft gut und mir geht es gut.

Street Magic gibt es auch schon, und zwar in Form von Überraschungsbesuch auf der Strecke von Kevin aus Flensburg! Der wollte eigentlich auch mitfahren, hat aber aus gesundheitlichen Gründen leider absagen müssen. So fährt er uns morgens entgegen und wir plauschen kurz. Danke, Kevin, das war super!

Kevin ist wie Rene und Max ein starker, erfahrener Fahrer und ich hätte ihn gerne mit dabei gehabt. Auch wenn man meist alleine fährt, ist es gerade durch das Livetracking doch interessant und motivierend zugleich zu sehen, wie und wo der andere so fährt. Auch wenn die Transcimbrica ausdrücklich kein Rennen ist, so schaut doch jeder, wo seine persönliche Grenze liegt, was er aus seinem Körper herausholen kann und letztlich auch will. Die Temperaturen liegen hier im März im unteren einstelligen Bereich, damit  verbieten sich sowieso längere Pausen, da einem bei jedem Stop sofort kalt wird.

Rene hat leider auch nicht die erhoffte Zeit für die komplette Strecke und so dreht er planmäßig in Flensburg wieder gen Heimat ab.

Max ist aber wieder mit dabei, hat sich wie im letzten Jahr ans Ende des Feldes zurückfallen lassen und eine kurze Schlafpause eingelegt. Ich weiß aber, daß ich ihn im Auge behalten muß 😉 Im letzten Jahr hat er in beeindruckender Weise seine Stärke bei solchen Events gezeigt. Und als zweimaliger Finisher des Transcontinental Race besitzt er definitiv auch mehr als genug Erfahrung!

Torben ist jetzt bereits in Dänemark, während ich noch in Flensburg sitze und die neuesten Meldungen des Whats App Chats lese. Ihn hat es jetzt auch mit einer Reifenpanne erwischt.

Das Wetter ist genau wie erwartet, noch trocken und mit dem Wind gehts auch. Das Radeln macht Spaß. Ab gehts nach Dänemark! Torben ist nicht weit vor mir und unsere Wege kreuzen sich eigentlich auch mehrmals. Sehen kann ich ihn jedoch nicht.

Der Bäckerstop am Morgen sollte die größte Pause heute werden. In Vojens stoppe ich 20min an einem Supermarkt. Die Pausen versuche ich in diesem Jahr bewusst möglichst kurz zu halten, ohne mich jedoch unter Druck zu setzen. Mein Tagesziel hoffe ich zu diesem Zeitpunkt noch zu erreichen. Wenn man um null Uhr startet, ist der Tag ja lang…

Kurze Zeit später entdecke ich doch noch Torben. Er wirft sich gerade die Regenbekleidung über und wirkt nicht mehr ganz so frisch. Das Knie macht ihm Probleme.

Genau wie bei Harald zuvor auf dem Weg nach Flensburg. Dort musste er aus dem selben Grund leider aufgeben. Schade.

Ich versuche, Torben etwas Mut zu machen und gemeinsam fahren wir zunächst weiter. Gegen 14.45 Uhr bei Kilometer 274 hole ich nun auch meine Regensachen raus. Der Regen wird nun immer stärker.

Torben ist bisher echt stark gefahren, doch nun setzt ihm das schmerzende Knie die Grenze. Er fährt langsamer und wird sich bei Kilometer 300 einen Schlafplatz suchen.

Ich will noch weiter heute kommen. Flüchten vor dem immer schlechter werdenden Wetter. Nun kommt am frühen Abend zum Regen auch noch Schneefall hinzu! Sichtbar wurde der erste Schnee in der Landschaft übrigens 30 km vor Flensburg. Die Straßen sind soweit aber frei von Schnee. Bisher jedenfalls. Nur ab und zu säumen noch bis zu einem Meter hohe Reste von Schneewehen die Straßenränder.

Es wird zunehmend ungemütlicher. Wind, Schneeregen und sinkende Temperaturen. Noch ist es nur nass, doch dann beginnt die Straße mehr und mehr zu glitzern. Es wird nun also auch noch glatt. Mhhh….Immer vorsichtiger folge ich dem Track auf dem Navi.  Als der wieder urplötzlich auf einen komplett verschneiten Nebenweg führt, habe ich langsam genug. Ich komme immer schlechter voran. Kurzerhand beschließe ich, den heutigen Tag zu beenden. Es macht bei diesen Bedingungen keinen Sinn, weiter zu fahren. Ich erreiche genau den gleichen Shelter in der Nähe von Givskud, wo ich schon im letzten Jahr übernachtet habe. Diesmal allerdings ohne Steffen und Walter. Gemütlich am Lagerfeuer sitzen fällt in diesem Jahr aus.

Schnell ist der Schlafsack ausgerollt und nach einem langen Tag auf dem Rad gibts auch definitiv keine Probleme mit dem Einschlafen!

Der 2. Tag – Skagen

Heute will ich Skagen erreichen und im idealen Fall auch gleich noch ein gutes Stück weiter kommen. Es braucht Ziele bei solch einer Tour!

Ich starte um 0.55 Uhr. Die Uhrzeit ergibt sich für mich aus der frühen Ankunftzeit gestern um 18 Uhr. Nun ja.

In der Nacht bin ich zwischendurch kurz aufgewacht, weil es ziemlich stark stürmte. So hätte ich unmöglich am nächsten Tag weiterfahren können- dachte ich noch.

Am frühen Morgen- eigentlich ist es ja noch mitten in der Nacht- hat sich der Sturm aber zum Glück etwas gelegt und es ist sogar trocken zu Beginn. Das erleichtert den Start schon mal etwas. Die Regensachen ziehe ich trotzdem an. Ein Problem habe ich jedoch um diese Uhrzeit. Es gibt praktisch keine Möglichkeit, wo man sich etwas zu Essen und vor allem was zu Trinken kaufen kann. Meine 2. Trinkflasche war nur als Ersatz gedacht, da ich bei kaltem Wetter nur wenig aus dieser einen anderen trinke. Jetzt waren beide Flaschen leer. Ich habe es versäumt, beim letzten Supermarkt vor etwa 50 km, für Nachschub zu sorgen.

So mache ich mich nach einem knappen Frühstück, welches aus 2 Kraftkugeln und nur einem restlichen, eiskalten Schluck Wasser bestand, auf den Weg. Ich habe noch ein paar ziemlich kalte, harte Schokoriegel für den Notfall, und das wars dann auch schon.

Die nächste Tankstelle kommt schon bald, ist aber noch geschlossen. Trotz der Kälte könnte ich dringend etwas zu Trinken gebrauchen. Nach 25km endlich erspähte ich im Schein meiner Helmlampe an einem einzelnen Haus einen Außenwasserhahn. Der funktioniert auch tatsächlich und so kann ich endlich meine Flasche auffüllen.

Auf sämtlichen Nebenstrecken und Waldwegen liegt nach dem Schneefall von gestern und der Nacht viel nasser Schnee. Es folgen nun auch einige Anstiege. Es ist so glatt und rutschig, daß das Hinterrad beim hochfahren einfach durchdreht. Ich kann nur schieben.

Im Laufe des Vormittags folgen noch einige Passagen, die nur so zu bewältigen sind.

Um halb Sechs erreiche ich Thorning. Dort gibt es einen schönen Bäcker, das weiß ich noch aus dem letzten Jahr! Endlich Frühstück, denke ich. Der Duft von frisch Gebackenem steigt mir auch direkt in die Nase, als ich in den kleinen Ort einfahre. Och, jetzt einen schönen, heißen Kaffee und ein Wienerbröd. Oder zwei, drei…  Noch kurz rechts abgebogen und da ist sie auch schon, die Bäckerei. Geschlossen! Ich bin zu früh! So ein sch….. aber auch.

Es nutzt nichts und ich muss weiter bis Viborg fahren, wo ich gegen halb acht nun endlich stehend in einer Tankstelle Kaffee und Kuchen geniesse.

Weiter gehts aus dem schön an zwei großen Seen liegenden Viborg hinaus in Richtung Aalborg. Gute 100km sind es bis dahin.

100 Kilometer sind im normalen Trainingsalltag ohne Probleme in 4 Stunden zu bewältigen. Durch diverse Schiebepassagen u.a. habe ich bis Aalborg 8 Stunden gebraucht!

Auf dem Weg dorthin bei Hobro ruft plötzlich eine aus dem Schilf kommende und total vom Regen durchnässte Frau, ob ich ihren Hund gesehen habe. Sie sucht offensichtlich schon eine Weile und just in dem Moment sieht sie ihren Hund kurz ein gutes Stück weiter wieder im Schilf verschwinden. Ich lege schnell mein Rad ab und gemeinsam schaffen wir es, ihren Hund wieder einzufangen. Wäre der Boden hier nicht gefroren gewesen, hätten wir in dem Gebiet schlechte Karten gehabt. So sind am Ende alle wieder glücklich!

Kurz vor Aalborg kommt nochmal ein landschaftlich schöner Abschnitt. Es geht auf einem unbefestigten Weg etwa 2 km durch naturbelassene Wiesen und später überquert man das kleine Flüsschen Lindenborg über eine kleine Holzbrücke. Der Schnee liegt hier überall mindestens knöchelhoch, sodaß an fahren nicht zu denken ist. Es gibt auch keine Spuren im Schnee und so biege ich gleich zu Beginn -wie im letzten Jahr schon mit Max zusammen- zunächst ein Stück falsch ab. Später erfahre ich schmunzelnd, daß es Max und einigen anderen teils auch wieder so erging 🙂

Trotzdem hat es Max einen Ticken leichter in diesem Jahr. Im Schnee braucht er nur meiner Spur zu folgen. Vor uns ist hier in den letzten Tagen sonst keiner weiter unterwegs gewesen.

Aber auch er hat mit den Bedingungen zu kämpfen und weicht teilweise auf die freien Hauptstraßen aus, um voran zu kommen.

Für diesen 2 Kilometer langen Abschnitt brauche ich am Ende eine halbe Stunde.

Hinter Aalborg wird es wieder ein längeres Stück auf unbefestigten Waldwegen geben, teils auch Singeltrails. Nach all den schlecht zu fahrenden verschneiten Wegen heute entscheide ich mich, dieses Stück zu umfahren.

4 Fahrer haben es versucht, dort auf dem Track zu bleiben. Drei kamen meines Wissens auch durch. Thees, Jens und Mikkel. Boris kämpfte sich alleine Nachts mitten ins Waldgebiet und übernachtete schließlich da in einem der Shelter. Am nächsten Morgen kam auch er nicht so recht weiter und fuhr wieder zurück zur Straße.

Ich entschied mich also gegen 16:45 Uhr ab Aalborg nördlich bis Hjörring zu fahren und von dort wieder ein Stück nach Osten, wo ich wieder auf den eigentlichen Track treffen würde.

Das klappte dann gut, auch wenn die Strecke ziemlich öde war. Zumindest kam ich sehr gut voran, und das zählte in dem Moment mehr.

Max ist immer noch hinter mir, hat aber ein gutes Stück aufgeholt. Ich bin mir sicher, daß wir uns früher oder später begegnen werden. Er wählt knapp 1,5h später ab Aalborg eine nordöstliche Umfahrung in Richtung Frederikshavn.

Die nächste Überraschung sollte aber nicht lange auf sich warten lassen!

Es war halb zehn am Abend, als ich die Strasse erreiche, die direkt nach Norden, nach Skagen führt. Das Wetter war wie vorhergesagt sehr bescheiden. Temperaturen knapp über Null, Regen, guter Ostwind…. Nicht wirklich angenehm, aber noch machbar. Ich kam gut zurecht, nur die Hände waren mal kalt oder zur Abwechslung die Füße. Das ging lustigerweise immer hin und her. Unzufrieden war ich nur mit den Goretex Handschuhen von Shimano. Bei Regen wurden sie innen total nass. Damit geht auch das Isolationsvermögen verloren und ich bekomme kalte Finger. Wenn es jedoch mal weniger regnete bzw. gar nicht, sind sie auch schnell wieder getrocknet. Das war wiederum gut. Schlussendlich brauche ich da eine bessere  Alternative. Torben war mit seinen Sealszkin Handschuhen sehr zufrieden- vielleicht probiere ich die auch mal aus.

Die letzten 30 Kilometer bis Skagen ziehen sich. Bei Dunkelheit, Nässe und Kälte umso mehr. Der Radweg neben der Straße ist gut geräumt. Generell muss man sagen, daß die Radwege in Dänemark alle sehr gut sind und vor allem durchdacht sind. Ohne Fallen. Ohne plötzlich im Nichts endende Radwege. Mit Oberflächen, die dem Zustand der Straße nebenan entsprechen. Also Top. Sprich, wenn die Straße gerade eine neue Asphaltschicht erhalten hat, dann ist der Radweg in dem gleichen neuen Zustand! An Wurzelaufbrüche kann ich mich auch nicht erinnern. Wirklich toll!

Jedenfalls fahre ich so, der Radweg schlängelt sich immer mehr abseits der Hauptstraße entlang durch einzelne Häuser. Nach dem letzten Haus ist der Radweg überraschend nicht mehr geräumt! Das darf doch nicht wahr sein! Ohne Vorwarnung wird man hier lang geführt und es gibt auch keine Alternative, außer wieder kilometerlang zurück fahren. Aber das weiß man ja immer erst hinterher, was besser gewesen wäre…. Zuerst versucht man es.

Am Anfang geht es fahrend noch recht gut. Ich kämpfe mich durch frischen Neuschnee voran. Fußspuren sind auch einige vorhanden. Diese behindern leider das Fortkommen nur, weil dort das Vorderrad weggerutscht im härteren Schnee. Wieder brauche ich für 2 Kilometer eine halbe Stunde! Es lässt sich nicht ändern. Nach den 2 Kilometern kann ich endlich rüber auf die nahe Hauptstraße wechseln.

Meinen ursprüngliche Plan, nach Skagen noch ein gutes Stück weiter zu fahren, kann ich nun endgültig aufgeben. Nach fast 24h Fahrzeit brauche ich dringend eine Pause.

Am nördlichsten Punkt, der mit dem Auto erreichbar ist, Grenen, gibt es eine Behindertentoilette. Die wurde schon öfter als Übernachtungsmöglichkeit genutzt von Leuten, die auf diese Weise unterwegs sind. Auch Rene hat hier im letzten Jahr pausiert für ein paar Stunden. Dieser Ort ist jetzt mein Ziel. Eine womöglich noch beheizte, warme Unterkunft, in der ich meine Sachen trocknen und ein paar Stunden ausruhen kann.

Die letzten Kilometer durch das schlafende Skagen sind geschafft, ich erreiche Grenen um 23.45 Uhr. Es regnet immer noch.

Doch die Behindertentoilette ist dieses mal verschlossen! Ich muss mir was anderes zum schlafen suchen! Wirklich unangenehm und einer der Momente, auf die man lieber verzichten würde.

Der 3. Tag

Um halb sieben verlasse ich Skagen an diesem Morgen. Der Hauptstraße folgend geht es nun in Richtung Hirtshals. Hoffentlich auf besseren und vor allem schneefreien Wegen!

Während ich das erste Stück noch gut unterwegs bin, ist auf der Nebenstraße, der ich nun folge, wieder Schnee und Eisglätte angesagt. Das hält zumindest wach, wenn plötzlich das Vorderrad ausbricht! 16 Kilometer folgen mit einem Schnitt von 10 km/h! Mehrere Kilometer muss ich wieder das Rad durch den nassen Schnee schieben. Bei diesen Bedingungen kann man sehr schwer planen. Ich versuche einfach irgendwie voran zu kommen.

Während ich mir noch vorstelle, wie Max hier später durchkommen wird, erreicht mich plötzlich die Nachricht, daß er aussteigt. What?? Ich glaubs erst gar nicht. Nicht Max!  Zumal zunächst auch sein Grund für mich nicht so recht nachvollziehbar ist. Es muss also noch andere Probleme geben. Was sich Tage später dann auch bestätigt. Manchmal sagt einem der Körper, wann Schluß ist.

Diesen Zeitpunkt zu erkennen, braucht es Erfahrung und auch Mut. Auch wenn es in dem Moment nicht leicht ist und man eigentlich weiterfahren möchte. Schade für Max.

Die Situation war nun die folgende:

Ich war mit einem Abstand von über 36 h auf die Nachfolgenden, nunmehr noch 4 von ursprünglich 13 verbliebenen Teilnehmer, praktisch alleine vorne auf der Strecke. Dachte ich bis eben noch, einige Kilometer mit Max heute fahren zu können, zerschlug sich das nun innerhalb weniger Minuten. Puh. Wieder Neuigkeiten, die einem dann für die nächsten Stunden im Kopf rumschwirren.

Etwas Druck viel innerlich doch von mir ab. Auch wenn ich mich nicht dazu hinreißen lassen wollte, so ist es schon auch eine starke Motivation, wenn man weiß, nicht weit hinter oder vor einem befinden sich weitere Fahrer. Wann würden sie pausieren? Kann man den Abstand zu ihnen halten oder ihn gar verringern? Solche Gedanken eben …  Fuhr ich die letzten 500 Kilometer schon alleine, war ich es nun wirklich, ohne einen direkten Verfolger.

Die erste größere Pause nach Skagen mache ich nach 47 Kilometern an einem kleinen Supermarkt in Abyen. Es gibt unter anderem Apfelsaft, Schokomilch und Dorschleber. Lecker…mampf, das gibt die nötige Power für die Muskeln 😉

Der Wind bläst von der Seite und stört nicht groß. Regnen wird es den ganzen Tag nicht, dafür werde ich durch hohe Luftfeuchtigkeit und tief hängende Wolken langsam durchnässt. Trotzdem ist es schon eine deutliche Verbesserung zum gestrigen Tag. Es rollt ab jetzt ganz ordentlich und ich komme gut voran. Ich fühle mich auch wohl, habe keine körperlichen Beschwerden. Das ist schon merkwürdig. Manchmal staune ich selbst. Da tut einem zu hause mitunter mehr weh, bzw. nach einer kleinen Tagestour, als hier, wo man den ganzen Tag im Sattel sitzt. Echt seltsam manchmal, wie der Körper diese Belastung wegsteckt. Wozu er in der Lage ist. Das zu wissen, gibt mit ein tolles Gefühl!

An der Westküste Dänemarks gibt es kaum Schutz vor starken Winden. Die Landschaft ist flach und Wälder, die Schutz bieten könnten, gibt es kaum. Umso entscheidender für ein gutes Vorankommen ist hier die Windrichtung. Im letzten Jahr blies der Wind direkt aus Südwest. Fast der komplette Rückweg von 600 Kilometern, teils heftiger Gegenwind. In diesem Jahr habe ich mehr Glück. Der Wind dreht langsam von Ost auf Nordost. Das passt doch sehr gut!

Der nächste größere Ort ist Thisted. In der Pizzeria vom letzten Jahr lege ich eine Pause ein und lasse mir eine Pizza schmecken. Gegen 19 Uhr geht es auf die letzte Tagesetappe.

Die Oddesund Brücke erreiche ich gegen halb elf. Hier ist wieder ein Pflichtfoto angesagt. Als Beweis sozusagen, daß man auch wirklich hier war, werden mehrere markante Orte vorher festgelegt, wo fotografiert werden soll.

Nach einer knappen weiteren Stunde und etwas Schwierigkeiten einen der Shelter in der Dunkelheit trotz Navi und GPS ausfindig zu machen, breite ich schnell meinen Schlafsack aus, nehme noch einen kleinen Schluck aus der kleinen Pulle (Kaffee mit Rum, deutlich besser als die Lakritz Variante vom letzten Jahr, hehe;) und schlafe wieder schnell ein.

Tag 4

An die kilometerlangen, ausgesetzten Strandabschnitte bei Thorsminde und Hvide Sande kann ich mich noch gut erinnern. Dort habe ich im letzten Jahr nachts mit Max ordentlich gegen den Wind gekämpft. Selbst der über 6 Meter hohe Deich konnte den nicht abhalten. Insgesamt ist dieser Abschnitt gut 80 Kilometer lang. Zwischendurch führt der Track 25 Kilometer auf teils unbefestigten Wegen durch ein Vogelschutzgebiet. Bei Tag und mit Rückenwind ist es jetzt einfach nur herrlich, durch diese fast menschenleere Gegend zu radeln. Selbst auf der Hauptstraße begegnen mir nur vereinzelt Autos. Traumhaft. Dazu ist das Wetter wieder ein Stück besser geworden- zwar ist es immer noch recht kalt, dafür trocken und hin und wieder blinzelt sogar fast die Sonne mal durch die Wolken hindurch.

In Hvide Sande gibts Kaffee und Hotdog. Wieder bin ich der einzige Gast in dem größeren Lokal. Sehr gesprächig sind die südländischen Betreiber nicht. Haben sich da wohl schon der nördlichen Mentalität angepaßt.

Wieder draußen, komme ich kurz ins Gespräch mit einer jungen Familie. Der Mann umkreist neugierig mein Fahrrad. Ich erzähle kurz, was ich hier mache. Ich freue mich selbst über diese Freiheit und bin innerlich dankbar, daß ich die Möglichkeit für ein Paar Tage (R)Auszeit habe, gerade weil ich auch Familie habe. Beim erzählen spüre ich in den Augen des jungen Familienvater auch diese Sehnsucht nach solchen Abenteuern…

In Nymindegab ist wieder Trail Magic angesagt. Tolle Abwechslung! Am Wegesrand passen mich Markus und seine Frau ab! Super nett und schön, daß wir uns persönlich kennengelernt haben 🙂

Das nächste Ziel wird nun Esbjerg in 5o Kilometern sein, wo ich wieder eine Pause mit Pizza einlegen werde. Hier lade ich auch wieder die kleine Powerbank nach und breite mich großzügig in dem Kleinen Lieferservice aus. Muss ja mal alles etwas gelüftet werden! Die Regenhose werde ich nun nicht mehr brauchen. Sie hat verlässlich Kälte und Regen abgehalten und genauso verlässlich entwickelte sich im Innern leider auch ein ganz spezielles „Klima“. Nun, das könnte durchaus der Grund dafür gewesen sein, warum man in dem kleinen Laden irgendwann die Tür aufgemacht hat…..:P

90 Kilometer sind es von Esbjerg bis nach Deutschland. Bis Hamburg werde ich heute definitiv nicht wieder fahren. Aus diesem Fehler vom letzten Jahr habe ich gelernt. Mit Gewalt geht hier gar nichts.

Um kurz nach 18 Uhr verlasse ich in der Dämmerung Esbjerg. In der wunderbaren Abendstimmung geht es schön kilometerlang am Deich entlang. Der Blick zurück auf Esbjerg mit der tief stehenden, etwas hinter Wolken versteckten Sonne, bietet sich perfekt für ein Foto an. Soviel Zeit muss sein.

Ohne Zwischenfälle geht es weiter immer entlang der Deiche in Nordseenähe Richtung Deutschland. Dieser Abschnitt war mir auch als endlos in Erinnerung. Dieses mal kam er mir direkt kurz vor. Wie unterschiedlich doch die Wahrnehmungen manchmal sind. Abhängig vom körperlichen Zustand, vom Wetter (Wind!) und der Tageszeit wird plötzlich die gleiche Strecke komplett  anders erlebt.

Kurz hinter Esbjerg habe ich im letzten Jahr auch die 3. Reifenpanne gehabt. 3x war mir damals zuviel! Deshalb in diesem Jahr auch die Entscheidung, dem Schwalbe Marathon Performance den Vorzug zu geben. Der hat mich schon zuverlässig durch den Berliner Winter gebracht und mich auch hier in Dänemark nicht im Stich gelassen. Top! Die Steigerung dazu wäre noch Tubeless zu fahren. An dem Thema bin ich dran und werde es in diesem Jahr hoffentlich noch erfolgreich testen.

Die Brücke bei Fahretoft ist auch in diesem Jahr immernoch gesperrt. Es gibt kein durchkommen. Also heißt es, schnell die 5 Kilometer Umfahrung unter die Räder zu nehmen.

Mittlerweile ist es auch schon wieder 23.30 Uhr und die Müdigkeit wir stärker. Ich würde heute gerne den Vogel Beobachtungsposten bei Nordstrand erreichen wollen. Kurz davor komme ich aber an einem Buswartehäuschen vorbei, daß meinen  Ansprüchen gerecht wird. Kurzerhand wird es für die restliche Nacht besetzt.

Der 5. Tag

Heute werde ich ganz entspannt das Ziel in Hamburg erreichen. Entspannt deshalb, weil ich im letzten Jahr versucht habe, am letzten Tag 400 Kilometer am Stück zu fahren. Und das war am Ende betrachtet keine so gute Idee gewesen, obwohl ich es geschafft habe. Zumal ich am letzten Tag schon leichte physische Probleme hatte. Die werden natürlich nicht besser mit den Kilometern gegen den Wind und genau das spürt man dann viele Tage danach noch.

Deshalb war dieses Jahr mein Plan von Beginn an, als inneres Ziel meinen Heimatort bei Berlin zu definieren. Ich wollte damit eine körperliche Überlastung verhindern um nicht wieder mit letzter Kraft ins Ziel kommen. Das hat am Ende sehr gut geklappt. Ich konnte mir die Strecke mental und kräftemäßig dadurch einfach viel besser einteilen.

Der Morgen ist wirklich schön! Die Sonne taucht die Landschaft des Nationalparks Wattenmeer in ein angenehm warmes Licht. Für kurze Zeit kann ich auch die Wärme direkt spüren, dann verschwindet die Sonne auch schon wieder hinter den Wolken.

In Husum gibt es direkt in der Stadt wieder ein leckeres Frühstück beim Bäcker. Das ist wiedermal ein Highlight auf dieser Tour. Die Beschränkung auf das Wesentliche ist geistige Entspannung pur für mich.

Bis Hamburg sind es ab Husum noch etwas über 100 Kilometer. Wieder führt der Track herrlich auf sehr netten kleinen Nebenstraßen durch idyllische kleine Dörfer und an Pferdehöfen vorbei, bis schließlich nach ein paar Hügeln die beeindruckende Brücke des Nord- Ostsee- Kanals ins Blickfeld gerät.

Der nächste Pflicht Stop gilt der Bäckerei Soth in Heiligenstedten. Sehr lecker!

Danach ist mir der kleine Ort Horst in weniger guter Erinnerung geblieben. Ganz sicher deshalb, weil ab da die nun folgenden Radwege in eben diesem Zustand waren: einfach nur Horst!

Unglaublich, was einem da zugemutet wird! Ich wünsche mir, daß die zuständigen Leute aus den Ämtern diese „Wege“ jeden Tag selber per Rad zurücklegen müssten.

Genau aus diesem Grund liebe ich auch den Nachtstart der Transcimbrica! Man fährt einfach entspannt auf leeren Straßen aus der Stadt heraus und muss diese “Radwege“ nicht benutzen!

Die vorletzte Überraschung der Tour sah so aus, daß meine Batterien vom Navi genau am Ziel leer waren. Kein Problem, die letzten Meter werde ich auch ohne schaffen. Aber wo war ich denn genau? Das Timeless konnte ich nicht erkennen in der mir sonst fremden Stadt.

Ich musste also doch noch frische Zellen nachlegen und mich erst einmal kurz orientieren. Der Track war hier tatsächlich zu Ende…. Ich habe dann einfach den Track von der Hinfahrt kurzerhand geladen, der hier auf gleichem Wege verlief und mich so die letzten Kilometer bis zum Ziel führen lassen.

Harald empfing mich dann sehr zu meiner Freude und sorgte ein letztes mal für Trail Magic!

Danke, Harald, das war echt super nett von dir und ein schöner Abschluß dieser in diesem Jahr wieder einmaligen Transcimbrica!

Zusatz

Nach der Transcimbrica im letzten Jahr bin ich ja von Hamburg per Bus zurück gefahren.

In diesem Jahr will ich aber wie gesagt auch den Rest bis nach Hause mit dem Rad zurücklegen. Ganz entspannt jetzt, soweit man das sagen kann. Körperlich fühle ich mich auch nach über 1000 Kilometer durch Dänemark noch fit, um diese letzte Etappe direkt im Anschluss anzugehen. Als Strecke dient der Track vom Zeitfahren Hamburg- Berlin.

Leider ist es nach kurzer Zeit schon längst wieder dunkel, als ich aus habe raus bin und durch bestimmt schöne Gegenden an der Elbe bei Bleckede und Hitzacker fahre.

Da ich zu Beginn der Nacht immer schnell müde werde, lege ich eine einstündige  Ruhepause ein. Dazu eignet sich die Filiale einer Sparkasse mit ihrem beheizten Vorraum ganz hervorragend!

Wittenberge dient später nochmal als Stop, macht aber an diesem Morgen keinen wirklich netten Eindruck auf mich. Bad Wilsnack schon eher. Dort werde ich auch in der Bäckerei freundlich bedient. In Wittenberge reagierte niemand, selbst dann nicht, als ich zusätzlich noch die Handklingel bemühte…:(

Wieder einmal esse ich sehr leckeren Kuchen und trinke dazu Kaffee. Ich geniesse den letzten Tag und lasse die gesamte Tour auf diese angenehme Art langsam ausklingen.

Bedauerlicherweise ist es weiterhin verdammt kühl, d.h. eigentlich ist es der steife Ostwind, der so unangenehm und zunehmend von vorne bläst. Die Havelniederungen sind hier wirklich sehr reizvoll, aber der Wind macht die Sache nicht angenehm. Kilometerlange Geraden gegen den Wind zwischen Havelberg und Friesack fordern Kraft und Nerven. Ich verliere zunehmend die Lust, mich den Rest der Strecke durchzukämpfen. Das wäre auch total unnötig nach dieser gesamten Tour.

So ist der Entschluß, ab Friesack die letzten 100 Kilometer per  Bahn zu fahren, nach einem weiteren Stück Kuchen schnell gefasst.

Was ist aus den anderen Fahrern geworden? Ab Skagen waren nach mir noch vier Teilnehmer auf der Strecke unterwegs: Jens, Thees, Boris und Mikkel.

Leider wurde das Wetter kurze Zeit später wieder schlechter. Nachricht von Thees am 16.3., halb zehn: “Frühstück in Hvide Sande. Der Wind macht kalt und langsam. Kalte Füße in 5 min., 8 km in 30 min. Und dabei kommt er noch nicht mal von vorne 😬“

Unter diesen Umständen- nachher kam zu dem starken Ostwind auch wieder Schnee hinzu- wurde es leider unmöglich für die Vier, das Ziel Hamburg zu erreichen. Ich hatte ein paar Tage vorher einfach Glück, dass es bei mir ganz gut passte mit dem Wetter!

So war ich in diesem Jahr der erste im Ziel am Timeless und auch der einzige Finisher der Transcimbrica 2018!

Danke an alle Beteiligten und DOT Watcher!

 

Text: Michael K. / Foto: Harald L.

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Ein Kommentar zu „Der (einzige :-) Finisher berichtet

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  1. Hey Micha,
    schön geschrieben. Viele Erinnerungen, alles nur gute, denn am Ende geht es uns allen gut.
    Diese Tour wird immer etwas sehr besonderes sein und deshalb freue ich mich jetzt schon auf das nächste Jahr!!!

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